Waldgeister

Ach was liebe ich den Wald! Er ist so schön geheimnisvoll und ich kann mich herrlich in ihm verlieren…

Stundenlange Waldspaziergänge, auch gern mal abseits der Wege, waren ein fester Bestandteil meiner Kindheit. Gemeinsam mit meinem Vater habe ich die schönsten „Buden“ im Wald gebaut, in denen wir sogar geschlafen haben. Ich muss dazu sagen, dass ich wirklich ein absolutes Dorfkind bin. Bullerbü ist ein Witz gegen das Dorf in dem ich aufgewachsen bin. Lediglich einen Briefkasten hatten wir, mehr nicht. Mehr brauchten wir Kinder auch nicht. Wir hatten uns, den Wald und unsere Neugierde.

Es war uns egal, ob es stürmt, regnet oder schneit. Wir waren Draußen anzufinden – zu jeder Jahreszeit. Ich kannte jeden Kletterbaum, bei Schnee spannten wir unsere Schlitten hinter die Pferde und wenn der See gefroren war, dann wurde Eishockey gespielt, von früh bis spät. Zu Weihnachten machte das ganze Dorf einen Waldspaziergang mitten durch den Wald, bis irgendwann ein riesiger Tannenbaum erstrahlte, behangen mit zahlreichen Lichtern und Geschenken. Jedes Kind durfte sich eines davon aussuchen, musste aber vorher ein Gedicht aufsagen. Ach ja, so eine Kindheit auf dem Land hat schon was… Ich könnte noch so viel mehr von ihr berichten…

Jetzt, wo ich als Mutter selbst vor der Entscheidung stehe, ob wir mit unserer Tochter aufs Land ziehen wollen, oder ob sie ihre Kindheit in der Stadt verbringen wird, da kommen sie wieder hoch, die Kindheitserinnerungen. Und um ehrlich zu sein, ich sehne mich sehr nach dem Wald, nach dem Duft der Feldwege und der Ruhe. Der frischen Luft, dem Vogelgezwitscher und dem Morgentau auf den Wiesen.

Genau das habe ich die letzten drei Tage, zumindest für eine Weile, mal wieder genießen dürfen. Unsere kleine Familie hat einen Kurzurlaub im Harz gemacht. Wir haben uns eine wunderschöne Hütte im Torfhaus Harzresort  gemietet und haben ganz einfach nur die Natur und unsere Gemeinschaft genossen.

Die Unterkünfte sind modern eingerichtet, ohne dabei den typischen Hüttenzauber vermissen zu lassen. Abends lädt der Kamin zum verweilen ein, genau wie die integrierte Sauna. Im benachbarten Hotel können auch die „Hüttenurlauber“ den Wellness- und Fitnessbereich  nutzen. Ein Restaurant und ein Globetrotter-Store sind direkt nebenan. Am Torfhausberg, den man vom Fenster aus sehen kann, wird im Winter ordentlich gerodelt.

Das Torfhaus Harzresort ist der ideale Ort für Familien, die einen idyllischen Platz suchen, welcher gleichzeitig gängige Annehmlichkeiten bietet und gleichzeitig das Gefühl verleiht, in der abenteuerlichen  Wildnis zu verweilen More Info.

 

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Sommer, Sonne & Familie

Wie sehr habe ich mich auf den diesjährigen Sommerurlaub gefreut! Sommer, Sonne und Meer – eine Auszeit für unsere kleine Familie und der erste, richtige Familienurlaub zu Dritt.

Mit dem Reiseziel taten wir uns allerdings schwer. Wie heißt es so schön: Wer die Wahl hat hat die Qual. So rückte der Sommer also immer näher und die Flugpreise stiegen. Es musste eine Entscheidung her. Ab jetzt gingen wir sachlich an die Sache. Sprich:Wohin fliegt man unter 3 Stunden? (denn länger wollten wir mit einem fast einjährigen Kind nicht fliegen) und wo ist es schön warm aber nicht zu heiß fürs Kind? Wo ist die ärtzliche Versorgung gewährleistet ? Und was liegt preislich in der goldenen Mitte?

Die balearische Lieblingsinsel der Deutschen, Mallorca, machte das Rennen und so buchten wir über Airbnb das wunderschöne Studio auf der Finca Can Rapinya  in Algaida, ca. 30 Kilometer von Palma entfernt. Die Fotos überzeugten uns auf Anhieb. Da die Familie gerade erst begonnen hatte, das liebevoll hergerichtete Studio zu vermieten, konnten wir uns nicht auf bereits eingetragene Bewertungen verlassen. Wir mussten also auf die Fotos und die netten Mails der Gastgeberin im Vorfeld vertrauen. Was soll ich sagen? Unser Vertrauen wurde mehr als belohnt! Schon die Ankunft spät am Abend zeigte, hier ist man herzlich Willkommen. Ein kühler Drink am beleuchteten Pool ließ die Anreisestrapazen schnell vergessen. Das Babybett stand aufgebaut neben unserem Bett, nebst einer riesigen Spielzeugkiste. Die vier Hunde unserer Gastfamilie begrüßten uns ebenfalls sehr herzlich. Der erste große Urlaub mit Kind konnte nicht besser starten.

 

Leo
Leo

Nach einem traumhaften Frühstück, mit allem was das Frühstücksliebhaberherz begehrt, starteten wir unseren ersten Ausflug auf der Insel. Die kurvigen Straßen führten uns in das malerische Bergdorf Valldemossa im Nordwesten der Insel. Bekannt wurde das Bergdorf durch den polnischen Komponisten Frédéric Chopin. Er verbrachte in Valldemossa einen Winter in einem Kloster und hinterließ Spuren, auf die sich heute noch zahlreiche Touristen begeben. Ein Superstar aus heutiger Zeit machte das Dörfchen ebenfalls bekannt. Michael Douglas gründete das Kulturzentrum Costa Nord. Hier gibt es Infos zu der Region und regelmäßige Kulturveranstaltungen. Michael Douglas besitzt schon seit vielen Jahren eine  Villa der absoluten Luxusklasse auf Mallorca. Also Augen auf…

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Valldemossa

Schon vor unserer Reise bekam ich von einer Freundin den Tipp, unbedingt zu dem San Juan Gastronomic Market in Palma zu gehen. Die Atmosphäre ist einmalig, das Interior-Design zum verlieben und das Essen erste Klasse. Der Food-Market befindet sich inmitten des Kulturzentrums S’Escorxador, auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs. Von Austern über spanischen Jamón bis hin zu Tortillas findet man hier so ziemlich alles für ein gemütliches Tapas-Essen. Neben den klassischen spanischen Gerichten gibt es auch leckerstes Sushi und kleine Cheeseburger mit selbst gemachten Soßen. Auch die Weinliebhaber kommen hier nicht zu kurz. Wer gern ins Kino geht, kann dies gleich nebenan tun oder man genießt eine eiskalte Sangría Blanco mit Limetten und Orangen in der Abendsonne, auf dem Vorplatz. San Juan ist absolut empfehlenswert.

 

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San Juan Food Market

 

Ebenfalls in Palma und total angesagt, ist das Szeneviertel Santa Catalina. Starten sollte man den Tag hier definitiv in einem der zahlreichen Eck-Cafes mit einem Cappuccino und dem typischen mal­lor­qui­nischen Süßgeback Ensaïmada. Das ist eine gefüllte Blätterteigtasche, die einfach nur satt und glücklich macht. Gestärkt gehts dann rein ins Getummel. Das Viertel ist bekannt für seine zahlreichen Modeboutiquen und Interior-Shops, wie zum Beispiel der Vintage Furniture Store Frida Watson. Ein kleiner Laden, der von Mutter und Tochter gemeinsam geführt wird und besonders schöne Wohnaccessoires bietet.

 

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Emma Watson Vintage Furniture Shop

Wer beim Shoppen nicht nur auf angesagte Styles und Labels achtet, sondern auch auf den Mehrwert eines Produktes, der sollte mal in dem Fair Trade Laden der Vicente Ferrer Fundacion  in der Calle Annibal vorbei schauen.Die Produkte stammen aus einem Sozial Projekt in Indien, gegründet von dem bereits verstorbenen Missionar Vicente Ferrer Moncho. Jeder Kauf trägt hier zur Erhaltung der zahlreichen Förderprogramme bei. Ich habe hier für meine kleine Tochter einen wunderschönen Kissenbezug gekauft, mit pinken Elefanten – ein Traum. Die Sachen sind alle hervorragend verarbeitet und das Gefühl mit jedem gekauften Artikel etwas gutes zu tun ist unbezahlbar.

 

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Fair Trade Shop Vicente Ferrer

Ein paar Meter weiter leuchtet schon von weitem die gelbe Eingangstür des bconnected Concept Stores. Das Gründerpaar Christine Leja und Andree Mienkus verzaubern schon seit vielen Jahren die Interior-Liebhaber, immer nach ihrem Motto: tu was du liebst und liebe, was du tust. Und so mutet auch ihr Shop an. Liebevolle Details, eine tolle Auswahl an Designer Stücken und mein persönliches Highlight, die Unterwäsche Abteilung. Auch wenn einige Sachen meiner Meinung nach etwas überteuert sind, lohnt sich ein kleiner Shoppingausflug in diesen Laden.

 

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bconnected store Palma

Als Abschluss eines jeden Santa Catalina Besuches empfehle ich einen Abstecher zu dem überdachten Wochenmarkt Mercat de Santa Catalina. Geöffnet von Montag bis Samstag von 7-17 Uhr. Hier wird einmal mehr das cosmopolitische Flair des Viertels sichtbar. Mallorquinische Oma mit Trolli trifft auf schwedisches Topmodel mit SUV. Um die 50 Stände mit vorrangig regionalen Produkten haben von Blumen, über Käse, Oliven, Meeresfrüchte, Fleisch und Gemüse einiges zu bieten.

Vollgefuttert gehts ab zum Meer…

Kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem unglaublich schön und absolut empfehlenswert ist die Cala Varques, eine kleine Bucht mit einem Sandstrand im Osten der Insel. Sie befindet sich an der Küste der Gemeinde Manacor zwischen den Orten S’Estany d’en Mas und Cales de Mallorca. Wer zu dem wunderschönen, feinen Sandstrand möchte, muss sich allerdings etwas anstrengen, denn der Parkplatz ist ca. 3 km entfernt und der Weg ist steinig und mühsam. Aber die Belohnung am Ende ist garantiert: glasklares Wasser in grünblauen Karibikfarben. Die Bucht ist umgeben von einem Felsbogen von dem besonders Mutige in das blaue Nass springen. Für die nicht so Mutigen, ist der Felsen ein beliebtes Fotomotiv. An dem Strand grenzt ein Pinienwald und eine sehenswerte Grotte, die im Sommer von einer Hippie-Kommune bewohnt wird. Dank ihnen, gibt es an dem entlegenen Strand auch eine kleine Bar mit super leckeren Cocktails. So kann es sich leben lassen. Für Kinder ist der Strand super geeigent, weil es ganz flach ins Wasser geht und der Sand super fein ist.

 

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Cala Varques

Der bei den meisten Mallorca-Urlaubern auch sehr beliebte Es Trenc Strand, gefiel uns auch, allerdings war es sehr voll dort. Wir hatten aber Glück und konnten eine kleine Mini-Bucht erobern, abseits vom großen Trubel. Wir hatten dort einen wunderschönen Strandtag und am Abend verwöhnten wir unsere Sinne im  Restaurant Cassai in Ses Salines. Das kleine, verträumte Restaurant befindet sich direkt an der Hauptstraße des kleinen Örtchens und bietet eine fantastische Küche. Leider flog zu diesem Zeitpunkt die spanische Nationalelf gegen die deutsche Mannschaft raus und somit war die Stimmung etwas gedrückt, das Essen war aber dennoch top.

 

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Cassai

 

Zu Beginn unserer Reise, war ich etwas skeptisch, ob die Lage unserer Unterkunft  im Inland so optimal sei, aber schnell war klar, kein Ziel auf der Insel ist länger als eine Stunde mit dem Auto entfernt. So fuhren wir meist gegen Mittag los, während unsere Kleine ihren Mittagsschlaf hielt. Das hat prima geklappt und weil die Finca einfach so wunderschön ist, sind wir einige Tage auch einfach mal ganz faul daheim geblieben und haben am Pool gechillt. Nur wir drei. Mit dem Duft von Lavendel, welcher auf dem gesamten Areal wächst, in der Nase und der Sonne auf der Haut. Ach was war das schön!

Unser Mallorca Fazit lautet also: Tolle Insel, schöne Strände, großartiges Essen, Familientauglich und die besten Gastgeber ever! Wir kommen wieder …

 

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Finca Can Rapinya

 

 

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