…der Papa hüt die Schaf…

Sonne Mond und Sterne

Schaut mal, diese süße Laterne habe ich kürzlich auf einem Laternfest gesehen und war, zugegeben etwas neidisch. Also habe ich mir im Netz die Anleitung besorgt und sofort losgelegt. Eine echt mühsame Arbeit, die sich am Ende aber mehr als auszahlt. Denn mit dieser Schäfchenlaterne seid ihr ganz sicher der absolute Hingucker. Und jetzt habe ich noch die Bastelanleitung für euch. Kleiner Tipp: kauft das Seidenpapier in dreifacher Ausführung (reicht sonst nicht) und blast den Ballon nicht zu sehr auf, wird sonst ein Monsterschaf… so wie bei mir ; )

Anleitung:

Ihr braucht..

• Luftballon
• Tapetenkleister
• Seidenpapier in Weiß
• Fotokarton in Weiß, Hellbraun, Schwarz
• Tonpapier in Weiß
• Metallglöckchen, Ø 24 mm
• Taftband in Hellgrün
15 mm breit, 30 cm lang
• Watte in Weiß
• Filzstift in Schwarz
• Laternenbügel

Aus einem Luftballon, Seidenpapier und Tapetenkleister entsteht die Grundform der Laterne. Pustet den Ballon auf die gewünschte Größe auf. Tapetenkleister nach Packungsbeilage anrühren, das Seidenpapier in Stückchen reißen, mit dem Kleister bestreichen und auf den Luftballon kleben – oben eine Öffnung freilassen. Tragt mehrere Schichten Seidenpapier auf und lasst alles über Nacht trocknen. Ist alles gut durchgetrocknet, könnt ihr den Ballon platzen lassen. Übrig bleibt die Grundform der Luftballon-Laterne bzw. in diesem Fall die Grundform der Schaf-Laterne.

Von der Grundform zum Schaf:

➤ Fertigt die Grundform für die Schaf-Laterne wie oben beschrieben an. Das Seidenpapier solltet ihr vorher etwa in 5 x 5 cm große Stückchen zerrissen haben – so ist die Klebetechnik am effektivsten. Tragt mindestens vier Schichten Seidenpapier auf. Alles gut trocknen lassen.

➤ Aus Fotokarton Kopf, Augen und Pupillen jeweils einmal, den Haarschopf doppelt ausschneiden. Augen auf dem Kopf fixieren, Pupillen ergänzen. Beidseitig den Haarschopf befestigen.

➤ Augenbrauen, Ohr- und Nasenlinien sowie die Barthaare mit einem schwarzen Filzstift andeuten. Taftband durch das Metallglöckchen fädeln, Bandenden zur Schleife binden. Bandenden von hinten am Kopf fixieren. Den Kopf am Ballonkörper befestigen.

➤ Für die Beine aus acht Tonpapierstreifen von jeweils 2,5 x 40 cm Länge vier Hexentreppen falten. Dazu jeweils zwei gleich lange Papierstreifen rechtwinkling anordnen und zusammenkleben. Den jeweils unten liegenden Streifen anheben und in die entgegengesetzte Richtung falten. Die Streifen abwechselnd falten, bis der ganze Papierstreifen verarbeitet ist. Die Enden wieder mit Kleber fixieren.

➤ Hufe nach Vorlage viermal aus Fotokarton schneiden. Karton an den gestrichelten Linien falzen und in Trichterform zusammenkleben. Schäfchenbeine an den Klebelaschen der Hufe fixieren, anschließend Beine am Luftballon festkleben.

➤ Aus Watte kleine Pompons formen und auf den Ballon kleben. An der Laternenöffnung Löcher einstanzen und einen Drahtbügel befestigen.

 

Viel Spaß!

 

Weiterlesen

Kuschelzeit…

Jedes Kind braucht sein Kuscheltier

Dass Lavendel eine beruhigende Wirkung auf uns hat, ist kein Geheimnis. Als meine Tochter in den ersten Wochen ihres Lebens nicht so gut einschlafen konnte, habe ich auf ihr Kissen immer einen Tropfen Lavendelöl getröpfelt. Der Duft der Planze beruhigte sie und zauberte einen wunderschönen, frischen Duft ins Kinderzimmer.

Zur Geburt haben wir ein Wärekissen mit Lavendelduft geschenkt bekommen, leider hat der Duft nicht sehr lange gehalten. Immer wieder habe ich nach einem neuen Kissen dieser Art Ausschau gehalten, habe aber nichts Schönes gefunden.

Vor Kurzem habe ich dann im Urlaub dieses süße Label kennengelernt: BIOBEAR

BIOBEAR fertigt in Handarbeit wunderschöne Kuscheltiere, Wärmekissen und Babyspielzeug mit Lavendelfüllung an. Die Biobaumwolle wird mit Naturfarben gefärbt und ist zertifiziert. Selten habe ich so schöne Kuscheltiere gesehen und wie sie duften. Ein Traum!

Ein großartiges Geschenk zur Geburt, wie ich finde…

Bestellen könnt ihr hier: http://sziplmara.blogspot.de/p/angyalok_20.html

Weiterlesen

Ein Glas Leitungswasser bitte…

Lass laufen….

Zugegeben, ich war noch nie ein großer Fan von Leitungswasser. Sprudelwasser aus der Plastikflasche zog ich eigentlich immer vor.

Die ersetzte ich dann, der Umwelt zur Liebe, durch Glasflaschen. Recycling und so. Als ich dann schwanger wurde, habe ich irgendwie gar kein Leitungswasser mehr getrunken, weil ich immer Schiss hatte, dass da vielleicht doch ganz kleine, unsichtbare Keime auf mich lauern könnten. Unsinn, ich weiß. Obwohl man ja immer mal wieder Berichte über diese fiesen und extrem gefährlichen Legionellen liest. Das kommt aber nur selten vor, hab ich mir sagen lassen..

Als unsere Tochter dann geboren wurde, gabs erstmal die gute Muttimilch und später dann Hafermilch. Als die Brust nichts mehr hergeben wollte und Hafermilch langsam zu eintönig wurde, stiegen wir so langsam auf Tee um. Doch mit welchem Wasser sollte er zubereitet werden? Leitungswasser vs. teurer Wasserkiste.

Da meine Bedenken gegenüber dem Leitungswasser unverändert waren, musste der Mann im Haus nun wöchentlich Wasserkisten in den vierten Stock schleppen. Keine schöne Aufgabe, auch wenns Mukkis gibt…

Immer wieder habe ich mit dem Gedanken gespielt, unser Leitungswasser testen zu lassen. Das ist ja so eine Sache, die unter „Neueltern“ auch immer mal wieder Thema ist, aber irgendwie kaum wer macht. “ Zu teuer“, „ist das wirklich nötig?“, „wo kann man das überhaupt testen lassen“…

Auch ich habe meine Gedanken nie in die Tat umgesetzt, lieber haben wir geschleppt und geflucht, wenn mal wieder alle Flaschen leer waren. Bis ich vor Kurzem eine sehr nette Anfrage von IVARIO bekam. Mir wurde angeboten, unser Leitungswasser auf alle möglichen Dinge testen zu lassen. Dreimal dürft ihr raten, wie meine Antwort lautete. Liebend gern!

Nur zwei Tage später trudelte das Testpaket hier ein. Ich war überrascht, wie simpel der Inhalt war. Zwei Zettel und zwei kleine Behälter. Mehr nicht. Alles was ich tun sollte war, die beiden Behälter mit Leitungswasser zu befüllen und an die Firma zurückzusenden. Allerdings musste man vor und nach dem Einfüllen ein paar Kleinigkeiten beachten:

– Im gesamten Haushalt darf 4 Stunden vor der Probeentnahme kein Wasseranschluss verwendet werden (Dusche, Wasserhahn, Toilette, Waschmaschine..) am Besten entnimmt man die Probe gleich morgens

– Das Wasser muss ohne ein Vorlaufen entnommen werden

– Das Wasser nur aus einer, nicht aus mehreren Entnahmestellen entnehmen

-Nur kaltes Wasser soll entnommen werden

-Am selben Tag zurückschicken

Dem Paket liegt eine Bedienungsanleitung bei und im Internet kann man ebenfalls nochmal nachschauen.

Nur wenige Tage später, nachdem ich die Probe versendet habe, bekam ich eine Mail mit einem Link zu den Ergebnissen.

Das sieht dann so aus:

 

Insgesamt wurden 31 Prüfwerte ermittelt mit dem Ergebnis, dass unser Leitungswasser absolut bedenkenlos sei und wir so eine Menge Geld sparen könnten. Da haben sie wohl Recht. Irgendwie habe ich ja auch geahnt, dass unser Trinkwasser völlig okay ist, ich meine, es heißt ja auch immer, dass wir in Deutschland überall bedenkenlos unser Glas unter den Hahn halten können. Aber die Gewissheit zu haben, dass uns und vor allem unserer Tochter dadurch wirklich keine gesundheitlichen Konsequenzen „drohen“, fühlt sich irgendwie besser an.

Ab jetzt wird das kostbare Gut, was Wasser auf dieser Welt nunmal ist, aus der Leitung getrunken. Mein Freund freut sich schon, endlich keine Kisten mehr zu schleppen. Vielleicht schicke ich ihn dafür jetzt ins Fitnessstudio…

Übrigens, IVARIO bietet einen Test speziell für Eltern und ihr Baby an. Getestet wird, ob das Leitungswasser für die Zubereitung von Nahrung für Babys, Kleinkinder und für werdende Mütter während der Schwangerschaft geeignet ist. Schaut mal hier.

 

 

 

Weiterlesen

Tücherliebe

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch heute Maria Nickel von dem süßen Kidslabel NoniNo vorstellen. Die gelernte Assistentin für Mode und Design aus Hannover schneidert unter anderem wunderschöne Tücher aus Musselin, in die ich mich sofort verliebt habe.

Bei einem schnellen Cappuccino (denn viel Zeit hat die Power-Mama nicht), durfte ich ihr ein paar Frage stellen…

hier das Ergebnis…

Maria

Liebe Maria wie kam es zu der Idee NoniNo zu gründen? 

Die Idee ist dadurch entstanden, dass ich bereits während meiner Schwangerschaft nie die Babysachen gefunden habe, die ich mir vorgestellt hatte. Immer war alles zu bunt und zu unpraktisch oder einfach zu normal und zu langweilig. Also habe ich bereits in der Schwangerschaft angefangen selbst Babysachen zu nähen. Das fiel mir nicht sonderlich schwer da ich eine Ausbildung zur Assistentin für Mode und Design gemacht habe. Die selbst genähten, gestrickten und gehäkelten Sachen sind dann immer sehr gut angekommen. Ich wurde häufig gefragt, wo ich die Sachen gekauft habe und als ich dann immer erzählte, dass ich die Sachen selbst gemacht habe, waren immer alle schwer begeistert. Als mir dann in der Elternzeit irgendwie eine Aufgabe fehlte, war die Idee geboren ein Label zu gründen.

 

Wie würdest du den Style beschreiben?

Der Style ist schwierig zu beschreiben, da ich mich selbst nicht in eine bestimmte Schublade stecken möchte. Ich mache das was mir gefällt und mein eigener Geschmack orientiert sich mit Sicherheit auch hin und wieder an dem aufkommenden Trend. Gerne mag ich Kindersachen, die interessant geschnitten sind. Insgesamt sollen die Sachen aber immer schlicht und neutral sein. Bunte Farben kommen bei mir eher nicht in den Stoffeinkauf, da ich finde, dass die Kinder selbst schon so eine bunte Seele haben, und meine Sachen nur die Leinwand bilden auf der sich die Kinder austobben sollen.

Worauf achtest du bei den Materialien?

Das Material, für welches ich mich entscheide, muss mich auf den ersten Blick überzeugen. Das heißt zuerst muss mich das Design, die Struktur und die Haptik überzeugen. Dann schaue ich auf den Rohstoff und den Preis, da mir wichtig ist, dass ich ein breites Publikum ansprechen kann. Natürlich ist klar, dass meine Sachen einen gewissen Preis haben, die Sachen werden schließlich ausschließlich von mir, mit ganz viel Liebe gefertigt, was dann natürlich Zeit kostet. Jedoch möchte ich die Preise möglichst nicht durch völlig überteuerte Materialien in die höhe treiben. Bei den Rohstoffen achte ich darauf, dass alles zu 100% natürlich ist. Ich kaufe also nur Rohstoffe ohne Chemiefaseranteil. Damit auch die Kunden bei mir was finden können, die dazu noch auf Bio-Siegel achten, habe ich 2016 noch eine Biolinie entworfen. In dieser Kollektion gibt es dann Bekleidung und etc. ausschließlich aus Bio zertifizierten Stoffen.
Wichtig bei der Materialauswahl ist mir auch, dass die Rohstoffe zur Jahreszeit passen. Im Winter achte ich so auf hohen Wollanteil, damit die kleinen Mäuse schön warm eingepackt sind. Im Sommer ist mir dann wichtig, dass die Stoffe kühlend sind, deswegen setze ich auf Leinen. Und seit diesem Jahr habe ich auch Musselin Stoffe in meiner Kollektion verarbeitet. Da achte ich im Sommer darauf, dass der Musselin besonders dünn und luftig ist.
Und wer weiß vielleicht gibt es ja im Winter Sachen aus Wollmusselin.

Ausserdem habe ich in der diesjährigen Sommerkollektion, dass erste Mal, Stoff selbst gefärbt. Da Musselin super toll für Babykleidung geeignet ist und ich aus Erfahrung weiß, wie wichtig es ist Babysachen bei 60 Grad waschen zu können, war mir bei der Auswahl des Färbeproduktes sehr wichtig, dass dieses ebenfalls diese Bedingung erfüllt. Und so habe ich nun eine Produkt gefunden, was nicht nur super praktisch ist, sondern auch in den schönsten Farben erstrahlt. Und da ich Sachen machen möchte, von denen ich ganz und gar überzeugt bin, habe ich auch hier die Farben an meinen eigenen Geschmack angepasst ;).

Welche Kriterien sollte Kinderkleidung erfüllen?

Kinder und Babysachen  müssen praktisch und gemütlich sein, aus tollen Rohstoffen bestehen und natürlich hübsch aussehen. Bei meinen Ideen achte ich besonders darauf, dass die Kinder sich in den Sachen wohl fühlen können, also verwende ich möglichst wenig Knöpfe und Reißverschlüsse oder andere Dinge die beim Spielen, Tobben und Kuscheln drücken oder zwicken können. Die Schnitte mache ich immer gerne weit und luftig, damit sich die Kinder möglichst frei bewegen können.

 

Was gibt es für Zukunftspläne?

So richtige Zukunftspläne habe ich bisher noch nicht. Ich freue mich immer wenn Leute meine Sachen kaufen und sie dann mit meinen Sachen zufrieden sind und viel Freude daran und damit haben. Aber ein kleiner Traum, den wohl jeder träumt, der ein eigenes Label gründet, wäre es irgendwann ein kleines Atelier mit Verkaufsfläche zu haben und davon Leben zu können.

Danke Maria, für den tollen Einblick in deine Arbeit. Demnächst verlost MadameMama übrigens eines dieser süßen Tücher…Also Augen auf….

Weiterlesen

Last Minute Geschenke zu Ostern

 

Last Minute  Oster-Geschenketipps

Schöner Malkasten von Crayon Rocks. Die aus Soja hergestellten Malstifte liegen perfekt in den kleinen Kinderhänden. Sie fördern die Fingerfertigkeit und sind ausschließlich mit natürlichen Farbpigmenten gefärbt. Perfekt für einen verregneten Mal-Nachmittag.

 

 

 

Spielhaus von studio ROOF aus stabilem Recyclingkarton. Ein eigenes Häuschen zum Spielen und Verstecken, das nach Herzenslust bemalt oder beklebt werden kann. Ein kleiner, feiner Rückzugsort für die Kleinen, in dem ganz sicher auch Mama oder Papa noch etwas Platz hat. 

Hochbeet für kleine Hobbygärtner. Zugegeben, keine besonders günstige Anschaffung aber die Vorstellung, dass die Kleinen ihren eigenen Salat ernten ist schon putzig, oder? Selbst bauen geht ja auch. Hat bei uns der Opa übernommen. Oder hier bestellen.

Weiterlesen

Haare waschen mal anders…

Haare waschen mit Roggenmehl

Ein kleiner Beauty-Tipp für schöne&gesunde Haare, gibt es heute von der lieben Anne. Sie wird auf MadameMama.de demnächst häufiger Gastbeiträge veröffentlichen und darüber freue ich mich  sehr.

 

 

Anne

 

Hallo,

ich bin Anne, 31 Jahre alt und meine Freunde würden mich als „hippieske Sozialpädagogin“ bezeichnen. Ich probiere gern Sachen aus, z.B. beim Kochen oder versuche mir Schritt für Schritt einen nachhaltigeren Lebensstil zuzulegen. Mit mir gehen ein Mann und zwei ehemalige Straßenhunde durch’s Leben.

Nie mehr herkömmliches Shampoo

Heute  möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit Roggenmehl als Haarwaschmittel berichten. Mein Fazit vorweg: Ich benutze es seit drei Monaten und werde nicht mehr zum schäumenden Shampoo zurückkehren. Klingt verrückt, ist aber logisch, denn eine Kopfhaut und Haare die sich darauf eingestellt haben, möchte ich nicht wieder in einen schlechteren Zustand versetzen. Das regionale Produkt Roggenmehl ist für mich die preisgünstige (1kg kostet im Schnitt 1,30 €) und überzeugende Alternative geworden.

Fast jeder, der sich mit Pflegeprodukten für’s Haar beschäftigt, weiß inzwischen, dass schädliche Stoffe für Körper und Umwelt darin enthalten sind. Silikone können die Kopfhaut versiegeln und für Hautprobleme an anderen Stellen sorgen (z.B. Akne oder Pickel im Gesicht). Die Kopfhaut kann eben nicht mehr richtig atmen.

Parabene, welche den weiblichen Östrogenen ähneln, können sogar den Hormonhaushalt durcheinander bringen oder synthetische Duftstoffe können sich in der wertvollen Muttermilch anreichern. Für mich persönlich zählt auch noch als starkes Gegenargument, dass Erdölprodukte im Shampoo als Füllstoffe (Mikroplastik), Konservierungsmittel (z.B. Propylenglykol) sowie in der Verpackung eingesetzt werden. Kein Shampoo mehr, heißt also auch weniger Belastung für die Umwelt.

Roggenmehl ist ph-hautneutral und greift die Hautschicht nicht an. Es versorgt das Haar auf natürliche Weise mit allerlei Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren.

So viel also zur Argumentation… Nun etwas zum Effekt und der Vorgehensweise beim Waschen.

Einfache Anwendung, toller Effekt

Es ist aus meiner Sicht kein großartiger Mehraufwand beim Haare waschen notwendig. Man rührt eine Paste aus zwei Zutaten an

 

  • 3 – 4 Esslöffel Roggenmehl
  • kaltes Wasser

 

Sehr simpel und minimalistisch. Je nach Haarlänge mehr oder weniger Mehl nehmen. Die Mischung gut verrühren oder ein paar Minuten stehen lassen, damit keine Klümpchen übrig bleiben. Das ist dann einfacher beim Auswaschen und es bleiben keine Reste im Haar. Andere Mehlsorten sind übrigens nicht dafür geeignet, da sie mehr Gluten enthalten und daher klebriger und schlechter auszuwaschen sind! Bei längeren Haaren empfehle ich, die Paste besonders am Ansatz einzureiben und die Haarlängen nicht unnötig zu verwirren. Da ich kurzes Haar habe ist es für mich ziemlich easy zu handhaben.

Das Mehl fülle ich immer in ein Glas mit Schraubdeckel und dazu habe ich ein kleines Schüsselchen mit Löffel zum Anrühren. So steht es dann im Badezimmer bereit und wird nur hin und wieder ausgewaschen.

Bei mir ist es so, dass ich beim normalen Duschen keine Paste benutze und die Haare nur mit Wasser wasche. Separat wasche ich meine Haare nämlich mit der Paste kopfüber über der Badewanne meistens alle 3-4 Tage. Seit ich mit Roggenmehl wasche, wasche ich das Haar seltener, was wohl jeder Frau oder auch Müttern mit wenig Zeit entgegen kommt. Schon beim Auftragen auf das nasse Haar merkt man, dass das Mehl eine schleimige, fast „seifige“ Schicht bildet. Wichtig: spült auch die Badewanne bzw. die Duschwanne gründlich nach, denn das Roggenmehl bildet wortwörtlich eine schleimige Schicht und  mein Mann ist einmal nach ich Haare gewaschen hatte, in der Dusche fast ausgerutscht…

Das Haar fühlt sich bereits beim Auswaschen dann gleich viel glatter und griffiger an. Ich habe auch das Gefühl, dass das Haar mit der Zeit kräftiger wird.

Die Talgproduktion normalisiert sich am Anfang des Experiments und es benötigt erstmal ein bisschen Umgewöhnungszeit für dich und für’s Haar 🙂 Auch wenn das Gefühl komisch war, sich eine schleimige Paste ins Haar zu schmieren, finde ich es mittlerweile normal und fühle mich auch gereinigt am Kopf. Ich freu‘ mich, wenn es mehr Menschen ausprobieren und vielleicht auch umsteigen.

 

Weiterlesen

Filmtipp

Ihr Lieben,

ich habe gestern einen Film gesehen, der mich sehr beschäftigt und ich befürchte auch, dass er mich nachhaltig zum Handeln bewegen wird.

Er greift so viele Überlegungen auf, die mir seid der Geburt meiner Tochter durch den Kopf gehen. Fragen, die sich Eltern auf der ganzen Welt stellen…

Wo soll mein Kind aufwachsen? Ist es das beste Umfeld für eine kindgerechte Umgebung? Welche Schule passt zu meinem Kind? Oder unterrichte ich es zuhause? Ziehen wir aufs Land oder bleiben wir im Großstadtdschungel? Lernen fürs Leben oder für die Schule?

Der Hauptdarsteller bemüht sich, seinen Kindern eine einzigartige Umgebung inmitten der Natur zu bieten. Er trainiert sie fürs Leben, abseits des Mainstream. Ein Leben in völliger Autarkie. Eine Mischung aus Robin Hood und Bullerbü.

Hier der Trailer für euch:

 

 

 

Weiterlesen

Nachhaltig schön

So ihr Lieben,

passend zum Weltfrauentag, möchte ich euch nun endlich die beiden Mädels hinter dem Kidslabel For Schur aus Berlin vorstellen. Nina&Tabea, zwei abitionierte Mütter von insgesamt vier Kindern, die mit ihrem Label For Schur nicht nur den Geschmack vieler Eltern in Sache Woll-Kindermode treffen, sondern dabei auch besonders fair und nachhaltig produzieren…

Hier ein kleiner Vorgeschmack…die niedliche Wollhose mit dem Namen: „Die Hose mit der Falte“

 

„Die Hose mit der Falte“

Wer beim Thema Kindermode auf der Suche nach Unikaten ist, wird bei For Schur garantiert fündig. Denn jedes Stück ist ein Einzelstück, gefertigt aus totgeglaubten Pullovern denen Nina&Tabea neues Leben einhauchen. Ob aus Merino, Wolle, Kaschmir oder Seide die Beiden zaubern aus den aussortierten Kleidungsstücken traumhaft schöne und extrem kuschelige Kindermode, die zudem angenehm zu tragen ist und, aufgrund der Naturfasern, optimal die Körpertemperatur der Kleinen reguliert. Außerdem sind die Stücke durch die selbst reinigenden Eigenschaften der Naturfaserstoffe, extrem pflegeleicht. Und mal ehrlich, kleine Kinder in farbenfrohen Wollklamotten, sind doch wirklich nur zum knutschen. Oder wie gehts euch beim Anblick dieser Babybeinchen, gut verpackt in der Brombeerfarbenden Wollhose?

Tabea&Nina schreiben über sich und ihre For Schur Mode übrigens auch einen kleinen Blog, den es hier zu lesen gibt und wem das noch nicht reicht, darf sich gern den folgenden Zeilen widmen. Denn natürlich hat es sich Madame Mama nicht nehmen lassen, auch dieses Kidslabel und ihre Gründerinnen etwas genauer zu befragen….

Viel Spaß!

 

1 Wofür steht for schur? Und wer steckt hinter dem Label?

For Schur, das sind Tabea und ich: Tabea ist der kreative Kopf, entwirft die Schnitte und alles grafische. Außerdem macht sie unsere Fotos. Das Konzept, aus alten Pullovern Kinderkleidung zu nähen, war ihre Idee. Ich bin für alles andere verantwortlich, ich stehe in Kontakt zu unseren Kunden und Lieferanten, mache die Öffentlichkeitsarbeit, aquiriere Lieferanten und habe immer das große Ganze im Blick. For Schur steht in erster Linie für Nachhaltige und einzigartige Kindermode. Wir verwenden ausschließlich aussortierte Pullover. Ebenso achten wir darauf, dass alle unsere Wege möglichst klimaschonend sind. Wir verwenden so wenig Verpackungsmaterial wie möglich, versenden teilweise in gebrauchten Kartonagen, natürlich klimaneutral mit DHL go green. Wir vermeiden Plastik und verwenden ausschließlich Recyclingpapier. Außerdem ist uns Regionalität sehr wichtig. Unsere Hose mit dem schmalen Bein lassen wir in einer Integrativen Werstatt in Berlin nähen. Wir stehen in engem Kontakt mit den Mitarbeitern vor Ort und versuchen, unser Produkt in dieses geschützte Arbeitsumfeld zu integrieren. Das bedeutet vor allem, dass die Menge an Hosen sehr limitiert ist. Die Näherinnen fertigen so viel, wie sie schaffen, ohne Druck und wir freuen uns über jede einzelne Hose, die wir am Ende der Woche in Empfang nehmen können. Unsere anderen Produkte werden teilweise von uns selbst, teilweise, mit steigender Tendenz, von einer Näherei hier in Berlin genäht. Stück für Stück lagern wir die Produktion dorthin aus. Wir sind sehr froh, diese, recht kleine, Näherei gefunden zu haben. Besonders der Zuschnitt hat es in sich und es war nicht leicht, jemanden zu finden, der sich auf dieses Konzept einlässt.

2 Welches Material verwendet ihr für eure Kindermode?

Alle unsere Kleidungsstücke werden aus Wollpullovern genäht. Diese beziehen wir von mittlerweile zwei Großhändlern. Wir mussten uns ordentlich durchtelefonieren, der Markt ist hart umkämpft. Wie mittlerweile bekannt ist, geht der Großteil an Second Hand Waren nach Afrika, und zwar containerweise.

Wir kaufen ausschließlich Pullover aus Wolle, Kaschmir und Kaschmir/Seide, Baumwolle oder gar Polyesterfasern dürfen nicht enthalten sein.

 

3 Warum eignet sich Wolle so gut für Kindermode?

Wolle ist das absolut beste Material für (Kinder-)Kleidung. Es ist temperaturausgleichend und selbstreinigend, im Gegensatz zu Baumwolle saugt es sich nicht voll, sondern gibt die Feuchtigkeit nach außen ab. In Wolle sind Kinder immer richtig angezogen, feine Wolle schützt im Sommer vor UV-Strahlung, in Schichten wärmt Wolle im Winter so gut wie nichts anderes. Seit meine Kinder fast ausschließlich Wolle und Wolle/Seide tragen habe ich kaum noch Wäsche, oftmals reicht es, die Sachen abends zu lüften, dann sind sie morgens wieder frisch. Und wenn doch mal eine Wäsche notwendig ist, sind sie super schnell wieder trocken.

4 Was habt ihr vor der Gründung von for schur gemacht?

Tabea und ich haben uns im Studium kennengelernt, wir haben vor 7 Jahren den selben Studentenjob gehabt und waren dort schon das perfekte Team. Die vier Jahre vor der Gründung haben wir jeweils zwei Kinder bekommen, das verbindet 😉 Ich habe zwischen den beiden Elternzeiten die Öffentlichkeitsarbeit für ein Projekt im Bereich „Gute Arbeit“ gemacht. Daher auch mein Fokus auf dieses Thema in Bezug auf For Schur. Mir viel es sehr schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren. Auch wenn mein Arbeitgeber sehr sozial und familienfreundlich war, setzte ich mich unglaublich unter Druck. Die Hetzerei zwischen Kita und Büro und die vielen Fehltage haben mich sehr gestresst und so war für mich klar, dass ich mir nach der zweiten Elternzeit ein eigenes Arbeitsumfeld basteln möchte. Tabea war neben dem Studium schon immer selbstständig, etwas anderes kam für sie nie in Frage.

 

5 Wie kam euch die Idee ein eigenes Label zu gründen?

Wie sehr viele Mütter nähten wir beide in der Elternzeit fleissig. Zum einen als Ausgleich, zum anderen, weil wir uns mehr Individualität für unsere Kinder wünschten. Tabea hat schnell einen sehr eigenen, besonderen Stil entwickelt, auf den sie oft angesprochen wurde, besonders auf ihre diversen Upcyclingwerke. Mit dem Traum vom erfolgreichen Business im Hinterkopf setzten wir uns also zusammen und überlegten uns ein Konzept, kauften einen Schwung Pullis im Seccond Hand Laden, nähten eine kleine, einfache Kollektion und stellten uns mit frisch gedruckten Visitenkarten bewaffnet auf den Öko-Adventsmarkt der Grünen Liga e.V. im Prenzlauer Berg. Trotz Regenwetter und ohne Öffentlichkeitsarbeit im Vorhinein wurden wir fast leer gekauft. Daraufhin zogen wir uns etwa ein halbes Jahr zurück, bastelten neue, eigene Schnitte und überlegten uns, wie man auf dieser Grundlage ein richtiges Label aufbauen kann.

So wie wir uns nun präsentieren gibt es uns seit etwa einem halben Jahr. Wir arbeiten nicht mehr, wie anfangs, bei mir im Wohnzimmer sondern haben seit November 2016 ein kleines Atelier in einem kreativen Co-Working-Space. Wir wachsen von Monat zu Monat, langsam und achtsam und vor allem aus eigenen Mitteln.

6 Was macht gute Kindermode aus eurer Sicht aus?

Gute Kindermode wächst lange mit, engt nicht ein, ist pflegeleicht, lässt sich gut kombinieren, ist gut zu Kinderhaut und ist das ganze Jahr über tragbar.

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen ….

Außer, dass ich euch noch verraten möchte, dass ich für meine Maus die Hose mit der Falte in Erdbeer-Rot und den süßen, grauen, kuscheligen Kaschmirpulli im Schrank liegen habe, naja, was heißt im Schrank? Eigentlich sind die beiden Teile im Dauereinsatz…True Love

 

Weiterlesen

Mama, liest du mir was vor

„Hank half gern im Haushalt. Er sorgte stets für erfrischende Getränke und bei kleineren Verletzungen half er mit einer Kühlung.“

Die Rede ist von Hank dem Schneemann. Ein durchaus mutiges Kerlchen, denn als er bemerkt, dass die Kinder, die ihm während des Winterurlaubs angefangen haben zu bauen, abgereist sind und ihn unfertig zurück gelassen haben, macht er sich auf die abenteuerlichste Reise seines Lebens um die Familie zu finden.

Unterwegs wird er von ein paar Tieren begleitet, erlebt spannende Geschichten bis er tatsächlich die Familie findet. Doch nun stellt sich natürlich die Frage, wie er als Schneemann im Haus der Familie überleben kann…

Auf diese Frage gibt der Kinderbuchautor und Illustrator Phillip Maiwald wunderschön verpackte Antworten und macht Hank den Schneemann zum eisigen Held des Buches.

Nicht weniger liebevoll gestaltet ist auch das zweite Kinderbuch, welches aus der Hand des Braunschweiger Autoren stammt. Es ist die Geschichte des kleinen Astes Mawee Wawee, der sich eines Tages von dem großen Baum aus eigener Kraft abbricht um die große, weite Welt zu entdecken. Er nimmt uns mit auf seine Reise durch fremde Städte, wilde Natur und zeigt uns was Freundschaft und Hilfsbereitschaft bedeutet. Am Ende landet der kleine Ast auf einer Insel…

Zwei Bücher, die nicht nur durch die Geschichten glänzen, sondern auch durch liebevolle und ganz besondere Illustrationen. Kein Wunder, denn Phillip Maiwald hat freie Kunst studiert, die Graffiti Kunst war viele Jahre sein Zuhause.

 

Noch mehr Wissenswertes über den Autoren und seine Bücher jetzt hier für euch im Interview:

 

1.) Du hast freie Kunst studiert. Hattest du damals schon den Wunsch, eines Tages ein Kinderbuch zu schreiben und zu illustrieren?
Nein. Ich komme ja vom Graffiti her und ich hatte es mit der „echten “ Kunst schon ernst gemeint. Sonst hätte ich vermutlich eher Illustration oder Grafikdesign studiert. Und wenn etwas meinen Bilderbüchern gut tut, dann vermutlich der Bezug zur Kunst.

2)Wann kam der Entschluss, deinen Traum Realität werden zu lassen? Was hat dich dazu bewogen? Der Entschluss, selbst einmal ein Bilderbuch zu machen kam erst, als meine erste Tochter da war und ich mit dem Thema Bilderbuch konfrontiert wurde. Da ich selbst das große Glück hatte, mit ganz hervorragenden Kinderbüchern aufzuwachsen, habe ich auch bei diesen Büchern ganz selbstverständlich wieder mit der Recherche angesetzt. Nachdem ich mich von dort aus viel mit klassischen Bilderbüchern befasst hatte, wuchs der Wunsch, selber einmal einen Versuch zu wagen.

3)Welche Inhalte dürfen in deinen Kinderbüchern nicht fehlen? Worauf legst du wert?
Was vorerst einmal fehlen darf ist eine eindeutige Botschaft, die dem Kind etwas vernünftiges beibringen möchte. Schlecht gekleidete, dumpf dreinblickende, immer gleich lächelnde Figuren sehe ich auch nicht gern in Bilderbüchern. Ansonsten, um deine Frage eher allgemein zu beantworten: die Figuren sollten einen lebendigen Ausdruck haben und die Geschichte darf gern ein paar Überraschungen bereit halten und die Kinder auf die ein oder andere „dumme“ Idee bringen.

4) Die Illustrationen deiner Bücher sind sehr modern, sie haben einen ganz besonderen Look. Wie würdest du sie selbst beschreiben?
Mein nächstes Buch spielt um die Zeit von 1920 und ich denke, dass es dennoch modern wirken kann. Was einen modernen Anschein hat und was genau dies ausmacht ist ja gar nicht so leicht zu sagen und auch sehr individuell. Mir ist es wichtig, das ich mich nicht zu sehr an dem orientiere, was gerade formal ästhetisch en vogue ist. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass jedes meiner Bücher einen ganz eigenen Look haben wird. Es wird aber wohl weiterhin eher farbenfrohe, freundliche Illustrationen geben.

5)Was macht deiner Meinung nach ein gutes Kinderbuch aus?
Das kann ganz unterschiedlich sein und lässt sich natürlich weder am Genre noch an formalen Kriterien fest machen. Der Anfang und das Ende einer Geschichte sind wichtig. Letztlich muss für mich persönlich eben alles zusammen passen und über das stimmige hinaus muss ein gutes Buch ein Lächeln in die Gesichter der Kinder und Eltern zaubern können und ein warmes Kribbeln im Bauch auslösen.

6)Du bist dein eigener Verleger, richtig? Welche Rolle spielte Crowdfunding bei der Entstehung deiner Bücher? Mit Hilfe einer Crowdfunding Aktion habe ich mein erstes Buch finanziert und aus dem Verkauf die Finanzierung des zweiten Buches gestemmt. Von Verleger zu sprechen ist vielleicht etwas hoch gegriffen, auch wenn ich mich selbst um den Vertrieb und alles weitere kümmere. In meinem Fall bleibt das Bücher machen vorerst eher eine Art ambitioniertes Hobby.

7) Du bist selbst Vater. Wie finden deine Kinder deine Bücher?
Meine große Tochter ist heute 10 Jahre alt und recht stolz auf „ihr“ Buch. Der Titel Mawee Wawee stammt von ihr. Die Geschichte zum zweiten Buch war durch sie inspiriert und sie hat in beiden Büchern kleine versteckte Details gemalt. Meine kleine Tochter ist zwei Jahre alt und bringt meine Bücher mindestens so oft um sie von uns vorlesen zu lassen, wie die Bücher von Janosch, Kazuno Kohara oder Clement Hurd. Ich habe meine Bücher quasi zwischen diese wunderbaren Autoren gemogelt ohne, dass es ihr aufgefallen ist.

8) Thema Nachhaltigkeit. Trifft das auch auf deine Bücher zu?
Nachhaltigkeit muss sein, nicht nur aber ganz besonders, wenn man für Kinder, also ganz direkt für die zukünftigen Generationen arbeitet. Es käme mir seltsam vor, Kinderbücher zu produzieren die in der Herstellung eine Gefahr für Mensch und Natur wären. Sobald man mit einem großen Verlag zusammenarbeitet, muss man in Bezug auf solche Dinge wahrscheinlich Kompromisse eingehen. Da muss dann, wenn der erhoffte finanzielle Erfolg winkt jeder wissen, wo die eigenen Grenzen sind.

9)Wie hart ist der Kinderbuch-Markt?
Als unbekannter Autor einen Verlag oder einen Agenten zu finden ist denke ich, schon recht schwierig.
Ich glaube, dass heute hauptsächlich die Agenten oder Vertreter der Verlage, also die Verkäufer maßgeblich mitbestimmen, welche Bücher produziert werden und welche nicht. Sie wissen am besten, was sich verkauft. Die Tendenz geht dabei offenbar zu wenigen aber dafür Verkaufserfolg versprechenden internationalen Titeln. Was ja nicht immer schlecht sein muss. Aber oftmals sind die Titel dann schon von vorn hinein auf einen vermeintlichen Massengeschmack hin abgeklopft und es wird wenig gewagt auch von Seiten der Autoren. Mich hat es selber nie interessiert, für einen imaginären Mainstream Bücher zu machen. Mein Kriterium für Qualität war immer meine ganz persönliche Vorstellung davon, was gut ist und wenn ich damit auf die Nase falle ist das okay. Ich finde es schön und kann es mir erlauben, Bücher für ein kleines Publikum zu machen.
Da ist man in der richtigen Tradition und ich wäre tot unglücklich, wenn diesen Weg nicht schon viele andere Menschen vor mir gegangen wären.

10)Welches ist dein absolutes Lieblingskinderbuch? Vielleicht auch aus der Zeit, als du selbst ein Kind warst.
Die drei Räuber von Tomi Ungerer, Die wilden Kerle von Maurice Sendak und Wir können noch viel zusammen machen von Friedrich Karl Waechter. Alles Bücher aus meiner eigenen Kindheit. Ansonsten gebe ich Empfehlungen auf meiner Top 100 Liste in meinem Bilderbuch Blog The Pink Elephant.

11)Habt ihr in der Familie Vorlese-Rituale?
Ja. Täglich gemeinsam auf dem Sofa hängen und Bücher anschauen und erzählen oder ggf. vorlesen. Meine große Tochter in Zeiten digitaler Verführung zum Lesen zu motivieren ist allerdings ein fast auswegloses Unterfangen.

12)Inwieweit dürfen Kinderbücher auch sozial kritische Themen behandeln? Sind die herkömmlichen Kinderbücher nicht manchmal sehr auf die „heile Welt“ begrenzt?
Dafür gibt es ja zum Glück keine Gesetze. Massenkompatible Dinge sind aber eben oftmals in vielerlei Hinsicht begrenzt, man muss schon ein bisschen suchen um die besonderen Dinge zu entdecken. Auch hier bestimmt die Nachfrage den Markt. Ich würde aber ein Buch, welches Kinder in eine schöne, phantasievolle und heitere Welt entführt wahrscheinlich meist einem zu plakativ sozialkritischen Buch vorziehen. Ich glaube sehr an die Kraft der Poesie, deshalb denke ich, das man an den Gegenentwürfen zu bestehenden negativen Kräften arbeiten muss.
Kinder grundsätzlich ernst zu nehmen bedeutet für mich aber schon auch, das man auch kritische oder ernste Themen nicht gänzlich ausblenden muss. Ich denke am besten ist es, wenn schwierige Themen erstens beiläufig und zweitens mit Humor behandelt werden.

13.) Ist ein weiteres Buch geplant?
Na klar, das nächste Buch ist beinahe fertig. Da die Finanzierung noch nicht ganz steht, ist dies lediglich eine Frage der Verkäufe der ersten beiden Bücher, wann das neue Buch kommt.

 

Wenn Hank oder Mawee Mawee auch bei euren Kindern demnächst im Regal stehen sollen, dann schaut mal hier vorbei Phillip Maiwald.
Wir verkrümeln uns jetzt aufs Sofa und finden heraus, wie Hank der Schnemann es schafft, im Haus seiner neuen Familie zu überleben…..

 

Weiterlesen
1 2 3 5