Lass uns zum Balaton fahren…

Selbst mehrere hundert Meter vom Ufer entfernt ist der See kaum einen Meter tief – kein Wunder also, dass besonders Familien mit Kleinkindern dieses riesige „Plantschbecken“ schätzen.

 

Was wisst ihr über den größten See Mitteleuropas? Nicht viel? Ich auch nicht. Bis ich ihn besucht habe und mich Hals über Kopf in ihn und seine Umgebung verliebt habe.

Der Balaton galt viele Jahre als Hochburg für lange Partynächte und günstige Pauschalurlaube. Demnach hielt sich meine Begeisterung in Grenzen, als mein Freund den Balaton als Reiseziel für einen Familienurlaub vorschlug. Als er mir aber die Airbnb-Unterkunft zeigte, die er vor hatte zu buchen, da ließ ich mich auf das Abenteuer ein, denn das alte Weinhaus sah wirklich zum verlieben aus.

 

Und was soll ich sagen? Ich wurde mehr als positiv überrascht. Die Landschaft rund um den See ist wunderschön, so ländlich und verträumt. Kleine,  alte Häuschen mit wunderschönen Gärten. Prächtige Pfirsichbäume, Sonnenblumenfelder die sich kilometerweit über die Landschaft erstrecken und an jeder Straßenecke Stände an denen die größten Wassermelonen die ich je gesehen habe, verkauft werden.

Rund um den See gibt es zahlreiche Badebuchten, die nicht nur sehr gepflegt, sondern auch super kinderfreundlich sind. Jede Badebucht bietet einen großen Sandspielplatz, Boote zum Verleih und es gibt meist auch ein nettes Restaurant direkt nebenan. Alles sehr familienfreundlich.

 

„Geschichte und Tradition, eine Sammlung wehmütiger Märchen, Stolz der Vergangenheit und strahlende Hoffnung der Zukunft“,

schreibt der Schriftsteller Károly Eötvös über den Balaton 

Besonders empfehle ich einen Besuch der kleinen Halbinsel Tihany am Nordufer des Balatons. Das kleine Städtchen liegt auf einem Berg und bietet einen großartigen Blick über den See. Hier sollte man sich unbedingt ein Plätzchen in einem der süßen, traditionellen Restaurants mit Seeblick sichern und danach einen Blick in die historische Abtei werfen.

 

Wer Eis liebt sollte unbedingt im Levendula vorbeischauen. Viele von den super leckeren Eiskreationen sind mit einer Prise Lavendel gespickt, die Region ist bekannt für den Anbau der lila Pflanze. Eine wahre Gaumenfreude. Mein persönlicher Liebling: Dunkle Schokolade und Erdbeere/Minze. Wir waren dort fast jeden Abend….

 

Um beim Thema Essen zu bleiben, möchte ich euch unbedingt noch von einem großartigen Event erzählen. Das Visual Art Festival findet einmal  im Jahr am Balaton satt. Ein kleines Künstler-Festival in einem kleinen Dorf. Hier gibt es jede Menge Kleinkunst und sehr leckeres, traditionelles Essen. Auch die Kleinsten kommen auf ihre Kosten, entweder bei ei er Fahrt im historischen Kinderkarrussel oder beim Baden im kleinen Dorfbach. Die Bewohner des Dorfes öffnen ihre Höfe und bieten den selbst angebauten Wein zur Verkostung an, während auf den kleinen Bühnen Musiker aus der Region auftreten. Ein wunderschönes Festival, dass so wunderbar unaufgeregt war….

 

Der Balaton hat mich nicht nur durch seine fabelhafte Natur überzeugt, es waren auch die Menschen und das ganz besondere Flair, was uns garantiert noch einmal an diesen großartigen See führen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar