Tücherliebe

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch heute Maria Nickel von dem süßen Kidslabel NoniNo vorstellen. Die gelernte Assistentin für Mode und Design aus Hannover schneidert unter anderem wunderschöne Tücher aus Musselin, in die ich mich sofort verliebt habe.

Bei einem schnellen Cappuccino (denn viel Zeit hat die Power-Mama nicht), durfte ich ihr ein paar Frage stellen…

hier das Ergebnis…

Maria

Liebe Maria wie kam es zu der Idee NoniNo zu gründen? 

Die Idee ist dadurch entstanden, dass ich bereits während meiner Schwangerschaft nie die Babysachen gefunden habe, die ich mir vorgestellt hatte. Immer war alles zu bunt und zu unpraktisch oder einfach zu normal und zu langweilig. Also habe ich bereits in der Schwangerschaft angefangen selbst Babysachen zu nähen. Das fiel mir nicht sonderlich schwer da ich eine Ausbildung zur Assistentin für Mode und Design gemacht habe. Die selbst genähten, gestrickten und gehäkelten Sachen sind dann immer sehr gut angekommen. Ich wurde häufig gefragt, wo ich die Sachen gekauft habe und als ich dann immer erzählte, dass ich die Sachen selbst gemacht habe, waren immer alle schwer begeistert. Als mir dann in der Elternzeit irgendwie eine Aufgabe fehlte, war die Idee geboren ein Label zu gründen.

 

Wie würdest du den Style beschreiben?

Der Style ist schwierig zu beschreiben, da ich mich selbst nicht in eine bestimmte Schublade stecken möchte. Ich mache das was mir gefällt und mein eigener Geschmack orientiert sich mit Sicherheit auch hin und wieder an dem aufkommenden Trend. Gerne mag ich Kindersachen, die interessant geschnitten sind. Insgesamt sollen die Sachen aber immer schlicht und neutral sein. Bunte Farben kommen bei mir eher nicht in den Stoffeinkauf, da ich finde, dass die Kinder selbst schon so eine bunte Seele haben, und meine Sachen nur die Leinwand bilden auf der sich die Kinder austobben sollen.

Worauf achtest du bei den Materialien?

Das Material, für welches ich mich entscheide, muss mich auf den ersten Blick überzeugen. Das heißt zuerst muss mich das Design, die Struktur und die Haptik überzeugen. Dann schaue ich auf den Rohstoff und den Preis, da mir wichtig ist, dass ich ein breites Publikum ansprechen kann. Natürlich ist klar, dass meine Sachen einen gewissen Preis haben, die Sachen werden schließlich ausschließlich von mir, mit ganz viel Liebe gefertigt, was dann natürlich Zeit kostet. Jedoch möchte ich die Preise möglichst nicht durch völlig überteuerte Materialien in die höhe treiben. Bei den Rohstoffen achte ich darauf, dass alles zu 100% natürlich ist. Ich kaufe also nur Rohstoffe ohne Chemiefaseranteil. Damit auch die Kunden bei mir was finden können, die dazu noch auf Bio-Siegel achten, habe ich 2016 noch eine Biolinie entworfen. In dieser Kollektion gibt es dann Bekleidung und etc. ausschließlich aus Bio zertifizierten Stoffen.
Wichtig bei der Materialauswahl ist mir auch, dass die Rohstoffe zur Jahreszeit passen. Im Winter achte ich so auf hohen Wollanteil, damit die kleinen Mäuse schön warm eingepackt sind. Im Sommer ist mir dann wichtig, dass die Stoffe kühlend sind, deswegen setze ich auf Leinen. Und seit diesem Jahr habe ich auch Musselin Stoffe in meiner Kollektion verarbeitet. Da achte ich im Sommer darauf, dass der Musselin besonders dünn und luftig ist.
Und wer weiß vielleicht gibt es ja im Winter Sachen aus Wollmusselin.

Ausserdem habe ich in der diesjährigen Sommerkollektion, dass erste Mal, Stoff selbst gefärbt. Da Musselin super toll für Babykleidung geeignet ist und ich aus Erfahrung weiß, wie wichtig es ist Babysachen bei 60 Grad waschen zu können, war mir bei der Auswahl des Färbeproduktes sehr wichtig, dass dieses ebenfalls diese Bedingung erfüllt. Und so habe ich nun eine Produkt gefunden, was nicht nur super praktisch ist, sondern auch in den schönsten Farben erstrahlt. Und da ich Sachen machen möchte, von denen ich ganz und gar überzeugt bin, habe ich auch hier die Farben an meinen eigenen Geschmack angepasst ;).

Welche Kriterien sollte Kinderkleidung erfüllen?

Kinder und Babysachen  müssen praktisch und gemütlich sein, aus tollen Rohstoffen bestehen und natürlich hübsch aussehen. Bei meinen Ideen achte ich besonders darauf, dass die Kinder sich in den Sachen wohl fühlen können, also verwende ich möglichst wenig Knöpfe und Reißverschlüsse oder andere Dinge die beim Spielen, Tobben und Kuscheln drücken oder zwicken können. Die Schnitte mache ich immer gerne weit und luftig, damit sich die Kinder möglichst frei bewegen können.

 

Was gibt es für Zukunftspläne?

So richtige Zukunftspläne habe ich bisher noch nicht. Ich freue mich immer wenn Leute meine Sachen kaufen und sie dann mit meinen Sachen zufrieden sind und viel Freude daran und damit haben. Aber ein kleiner Traum, den wohl jeder träumt, der ein eigenes Label gründet, wäre es irgendwann ein kleines Atelier mit Verkaufsfläche zu haben und davon Leben zu können.

Danke Maria, für den tollen Einblick in deine Arbeit. Demnächst verlost MadameMama übrigens eines dieser süßen Tücher…Also Augen auf….

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