Haare waschen mal anders…

Haare waschen mit Roggenmehl

Ein kleiner Beauty-Tipp für schöne&gesunde Haare, gibt es heute von der lieben Anne. Sie wird auf MadameMama.de demnächst häufiger Gastbeiträge veröffentlichen und darüber freue ich mich  sehr.

 

 

Anne

 

Hallo,

ich bin Anne, 31 Jahre alt und meine Freunde würden mich als „hippieske Sozialpädagogin“ bezeichnen. Ich probiere gern Sachen aus, z.B. beim Kochen oder versuche mir Schritt für Schritt einen nachhaltigeren Lebensstil zuzulegen. Mit mir gehen ein Mann und zwei ehemalige Straßenhunde durch’s Leben.

Nie mehr herkömmliches Shampoo

Heute  möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit Roggenmehl als Haarwaschmittel berichten. Mein Fazit vorweg: Ich benutze es seit drei Monaten und werde nicht mehr zum schäumenden Shampoo zurückkehren. Klingt verrückt, ist aber logisch, denn eine Kopfhaut und Haare die sich darauf eingestellt haben, möchte ich nicht wieder in einen schlechteren Zustand versetzen. Das regionale Produkt Roggenmehl ist für mich die preisgünstige (1kg kostet im Schnitt 1,30 €) und überzeugende Alternative geworden.

Fast jeder, der sich mit Pflegeprodukten für’s Haar beschäftigt, weiß inzwischen, dass schädliche Stoffe für Körper und Umwelt darin enthalten sind. Silikone können die Kopfhaut versiegeln und für Hautprobleme an anderen Stellen sorgen (z.B. Akne oder Pickel im Gesicht). Die Kopfhaut kann eben nicht mehr richtig atmen.

Parabene, welche den weiblichen Östrogenen ähneln, können sogar den Hormonhaushalt durcheinander bringen oder synthetische Duftstoffe können sich in der wertvollen Muttermilch anreichern. Für mich persönlich zählt auch noch als starkes Gegenargument, dass Erdölprodukte im Shampoo als Füllstoffe (Mikroplastik), Konservierungsmittel (z.B. Propylenglykol) sowie in der Verpackung eingesetzt werden. Kein Shampoo mehr, heißt also auch weniger Belastung für die Umwelt.

Roggenmehl ist ph-hautneutral und greift die Hautschicht nicht an. Es versorgt das Haar auf natürliche Weise mit allerlei Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren.

So viel also zur Argumentation… Nun etwas zum Effekt und der Vorgehensweise beim Waschen.

Einfache Anwendung, toller Effekt

Es ist aus meiner Sicht kein großartiger Mehraufwand beim Haare waschen notwendig. Man rührt eine Paste aus zwei Zutaten an

 

  • 3 – 4 Esslöffel Roggenmehl
  • kaltes Wasser

 

Sehr simpel und minimalistisch. Je nach Haarlänge mehr oder weniger Mehl nehmen. Die Mischung gut verrühren oder ein paar Minuten stehen lassen, damit keine Klümpchen übrig bleiben. Das ist dann einfacher beim Auswaschen und es bleiben keine Reste im Haar. Andere Mehlsorten sind übrigens nicht dafür geeignet, da sie mehr Gluten enthalten und daher klebriger und schlechter auszuwaschen sind! Bei längeren Haaren empfehle ich, die Paste besonders am Ansatz einzureiben und die Haarlängen nicht unnötig zu verwirren. Da ich kurzes Haar habe ist es für mich ziemlich easy zu handhaben.

Das Mehl fülle ich immer in ein Glas mit Schraubdeckel und dazu habe ich ein kleines Schüsselchen mit Löffel zum Anrühren. So steht es dann im Badezimmer bereit und wird nur hin und wieder ausgewaschen.

Bei mir ist es so, dass ich beim normalen Duschen keine Paste benutze und die Haare nur mit Wasser wasche. Separat wasche ich meine Haare nämlich mit der Paste kopfüber über der Badewanne meistens alle 3-4 Tage. Seit ich mit Roggenmehl wasche, wasche ich das Haar seltener, was wohl jeder Frau oder auch Müttern mit wenig Zeit entgegen kommt. Schon beim Auftragen auf das nasse Haar merkt man, dass das Mehl eine schleimige, fast „seifige“ Schicht bildet. Wichtig: spült auch die Badewanne bzw. die Duschwanne gründlich nach, denn das Roggenmehl bildet wortwörtlich eine schleimige Schicht und  mein Mann ist einmal nach ich Haare gewaschen hatte, in der Dusche fast ausgerutscht…

Das Haar fühlt sich bereits beim Auswaschen dann gleich viel glatter und griffiger an. Ich habe auch das Gefühl, dass das Haar mit der Zeit kräftiger wird.

Die Talgproduktion normalisiert sich am Anfang des Experiments und es benötigt erstmal ein bisschen Umgewöhnungszeit für dich und für’s Haar 🙂 Auch wenn das Gefühl komisch war, sich eine schleimige Paste ins Haar zu schmieren, finde ich es mittlerweile normal und fühle mich auch gereinigt am Kopf. Ich freu‘ mich, wenn es mehr Menschen ausprobieren und vielleicht auch umsteigen.

 

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